Virtuelle Kommunikation: Sind Sie Typ Handshake oder Webinar?

Die virtuelle Kommunikation ist die Fortsetzung des Informationsaustausches mit anderen Mitteln. In mehr oder weniger sozialen Netzwerken wird sie seit Langem mit Inbrunst praktiziert. Die Weiterbildung in Webinaren hat schon viele vorangebracht. Sie können ohne Ansteckungsgefahr von zu Hause aus Geld verdienen und trotzdem – oder gerade deshalb? – effizienter arbeiten. Wollen Sie das wirklich? Wie fühlen Sie sich dabei? Wer hauptsächlich kommunizieren will, dass er den Zeitgeist verinnerlicht hat, wird ganz schnell die erste Frage mit „ja“ und die zweite Frage mit „gut“ beantworten. Sie haben keine klare Antwort, eher ein „Wo es passt“ und „Es kommt darauf an“? Dann empfehlen wir Ihnen, weiterzulesen.

 

Schön, dass Sie noch dabei sind! Denn tatsächlich sollten wir die Frage nach der Art des richtigen Austausches etwas differenzierter betrachten. Worin unterscheiden sich die direkte und die virtuelle Kommunikation? Wo liegen jeweils ihre Stärken und Schwächen? Und wie können Sie beide Arten am besten für sich nutzen? Fangen wir an!

 

 

Virtuelle Kommunikation: Weitergabe und Austausch technischer Informationen

 

Die Technische Dokumentation eignet sich mit ihrem sachlich-logischen Grundcharakter perfekt für die virtuelle Kommunikation. Missverständnisse sind da eher selten. Hier befinden Sie sich auf einem Gebiet, auf dem die Freude über den Lohn der Mühe mehr zählt als der Spaß an der Freude. Und da haben wir alle positiven Gefühle beisammen, die in der Regel durch Körpersprache direkt kommuniziert werden müssen. Die wichtigen Informationen kommen in der Technischen Dokumentation auch virtuell verlustfrei beim Empfänger an. Außerdem sind virtuelle Informationen schnell vervielfältigt und verteilt. Ähnliche Wirkung muss der Buchdruck gehabt haben, als er im Mittelalter in die Welt kam.

 

 

Direkte Kommunikation: Suche nach neuen technischen Lösungen

 

virtuelle kommunikation leere stühle
Leere Stühle …

 

Wir alle leben von und mit der Gemeinschaft, rein virtuell könnten wir unser Leben nicht führen. Das gilt auch und vor allem für die Entwicklung neuer Ideen und das Vorankommen technischer Lösungen. Sei es an der Kaffeemaschine, in der Kantine oder beim kurzen Smalltalk auf dem Flur: Treffen wir zufällig auf andere Personen, dann verteilen sich wertvolle Denkanstöße, die virtuell nur sehr schwer übertragbar sind. Streitgespräche führen vor allem dann zur Lösung, wenn jeder mit vollem Körpereinsatz seine Position vertritt, weil das bei allen Denkprozesse in Gang setzt. Argumente gewinnen an Gewicht, wenn wir sie durch Körpersprache unterstützen. Können wir nicht persönlich kommunizieren, um eine Lösung zu finden, dann bedeutet das oftmals, wertvolle Ressourcen brach liegen zu lassen.

 

 

Die Meinung der Macher

 

virtuelle versus direkte kommunikation
… oder direkter Austausch?

 

Der Blick auf das Für und Wider beider Kommunkationsarten macht einmal mehr deutlich: Wir brauchen sowohl die digitale als auch die virtuelle Kommunikation. Zu diesem Ergebnis komme auch eine Umfrage, die die tekom, Gesellschaft für Technische Kommunikation e. V., kürzlich unter ihren Mitgliedern durchgeführt hat. Anlass war die 2020 erstmalig virtuell stattfindende Jahrestagung. Weshalb virtuell? Vermutlich können Sie sich das denken. Hier sollen Sie von diesem überstrapazierten C-Wort verschont bleiben.

 

 

Virtuelle Kommunikation in der Technischen Dokumentation

 

1.215 in der Technischen Dokumentation beheimatete Personen beantworteten Fragen zu

 

  • Umgang mit virtueller Kommunikation
  • bevorzugten Kommunikationsarten sowie
  • Vorteilen und Herausforderungen von virtuellen Kommunikationsformen.

 

 

So fielen die Antworten aus:

 

Die virtuelle Kommunikation hat sich im Alltag Technischer Redakteure etabliert. Sie ist die logische Weiterentwicklung der digitalen Erarbeitung von Dokumenten, die sich inzwischen durchgesetzt hat. Einen deutlichen Schub hat sie durch die gegenwärtige Situation bekommen.

 

  • 87 Prozent der Teilnehmer an der Befragung verfügen über viele Erfahrungen im Umgang mit Software, Webmeetings oder Online-Events.
  • 62 Prozent nutzen die virtuelle Kommunikation täglich für Besprechungen.
  • 33 Prozent kommunizieren mindestens einmal wöchentlich virtuell.

 

 

Die Vorlieben für Kommunikationsarten bei der täglichen Arbeit sind situationsbedingt. Nur ein Fünftel der Befragten kann sich überhaupt nicht mit virtueller Kommunikation anfreunden.

 

  • 72 Prozent entscheiden sich am liebsten anhand des Themas für direkte oder virtuelle Kommunikation.
  • 20 Prozent bevorzugen allein den persönlichen Kontakt.

 

 

Ähnlich sieht die Akzeptanz der virtuellen Kommunikation bei Veranstaltungen aus.

 

  • 72 Prozent mögen Online-Events gleichermaßen wie vor-Ort-Angebote.
  • 11 Prozent beteiligen sich lieber an Online-Events.
  • 17 Prozent fühlen sich bei Tagungen vor Ort besser aufgehoben.

 

 

Die virtuelle Kommunikation im Rahmen von Webinaren erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

 

  • 98 Prozent finden Bildungsangebote im Netz genauso gut wie im Seminarraum.
  • 2 Prozent kommen mit Webinaren nicht gut zurecht.

 

 

Vorteile und Herausforderungen der virtuellen Kommunikation

 

Die Vorteile virtueller Kommunikation werden hauptsächlich auf einen geringeren Aufwand zurückgeführt. Besonders in Bezug auf Online-Events ergibt sich folgendes Bild:

 

  • 73 Prozent sahen nachträglich verfügbare Aufzeichnungen als Vorteil an
  • 72 Prozent keine Aufwendungen für Reisen
  • 68 Prozent geringerer Zeitaufwand
  • 62 Prozent geringere Kosten und
  • 60 Prozent einfache Integration in den Arbeitsalltag.

 

 

Herausforderungen sehen die Befragten vor allem in der Anbahnung von Kooperationen und Geschäftsbeziehungen.

 

  • 43 Prozent fällt die Kontaktaufnahme bei virtuellen Tagungen schwer.
  • 71 Prozent empfinden das Fehlen der direkten Kommunikation und des Erfahrungsaustausches als Herausforderung.

 

 

Virtuelle Kommunikation oder direkter Draht – Was sagen uns diese Ergebnisse?

 

Aus den Antworten geht deutlich hervor, dass sich die virtuelle Kommunikation in den Bereichen der Technischen Dokumentation und der Weiterbildung einen beachtlichen Platz verschafft hat. Der Bedarf an persönlichen Kontakten der Technischen Redakteure besteht allerdings nach wie vor.

 

Sind Sie Typ Handshake oder Webinar?
Brauchen Sie den persönlichen Kontakt oder sind Webinare und Online-Workshops in der Technischen Dokumentation das neue Mittel der Wahl?

 

Unsere Empfehlung: Probieren Sie doch einfach beides aus. Wir sind nach wie vor große Freunde des persönlichen Gesprächs, doch die vergangenen Monate haben uns gezeigt, dass auch der digitale fachliche Austausch reibungslos funktioniert. Auch die tekom bietet Ihnen eine breite Palette von online und offline Veranstaltungen. Zum Beispiel findet vom 2. bis 6. November 2020 online die tekom-Jahrestagung mit vielen interessanten Beiträgen auch zur virtuellen Kommunikation statt. Sie können Ihre Favoriten aus täglich 24 Vorträgen auswählen und nach der Präsentation im Chat und in Meetups mit anderen Teilnehmern darüber diskutieren.

 

Parallel dazu findet die digitale tekom-Messe statt. Auf der weltgrößten Fachmesse für Technische Kommunikation präsentieren mehr als 60 renommierte Aussteller ihre Produkte. Für die virtuelle Kommunikation per Chat oder Videocall sorgt eine interaktive Event-App.

 

Das Jahr 2020 zeigt:
Egal, ob Sie Typ Handshake oder Typ Webinar sind – für jeden findet sich die richtige Plattform – und am Ende finden doch alle zusammen!

 

 

Bildquellen: Pexels

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